Einspeisung

Zählerstände melden

An dieser Stelle können Sie uns die Zählerstände Ihrer Einspeiseanlagen schnell und bequem online mitteilen. Nutzen Sie einfach zum einloggen Ihre persönlichen Zugangsdaten. Liegen Ihnen diese nicht mehr vor? – dann melden Sie sich bitte telefonisch bei uns.

Für Photovoltaikanlagenbetreiber wird das Portal von 27.12.2017 - 28.02.2018 freigeschaltet!

Anmeldung

Vor der Planung oder dem Bau einer Erzeugungsanlage sollten Sie sich von ihrem Planer bzw. Elektrofachbetrieb beraten lassen. Für den reibungslosen Ablauf zum Bau Ihrer Erzeugungsanlage, haben wir einige Hinweise für Sie zusammengestellt:

Netzanschlussbegehren

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Netzeinspeisung gar nicht oder nicht im gewünschten Umfang realisiert werden. Wir empfehlen daher vorab eine netztechnische Überprüfung. Ab einer geplanten Anlagegröße über 30 kW ist zudem eine kostenpflichtige Netzverträglichkeitsprüfung notwendig.

Folgende Angaben benötigen wir für die Durchführung der Netzverträglichkeitsprüfung:

  • Name und Adresse des Anlagenbetreibers und des Grundstückeigentümers
  • Anschrift des Anlagenstandortes
  • Lageplan mit Kennzeichnung des Anlagenstandortes sowie Kennzeichnung des Standortes des Netzanschlusses, über den die elektrische Arbeit in das Verteilnetz eingespeist werden soll
  • Anlagentyp- und Bauweise (Photovoltaik, Blockheizkraftwerk, Windkraft etc.)
  • Anlagengröße (elektrische Leistung)


Die Anfrage senden Sie bitte schriftlich an:
Mittelhessen Netz GmbH
Lahnstraße 31
35398 Gießen

Anmeldung zur Netzeinspeisung

Soll die geplante Anlage realisiert werden, melden Sie diese bitte vor Baubeginn zur Netzeinspeisung bei der Mittelhessen Netz GmbH an.

Die für die Anmeldung einer Photovoltaikanlage oder eines Blockheizkraftwerks erforderlichen Unterlagen haben wir in Checklisten zusammengestellt. Die Checklisten und weitere für die Anmeldung relevante Formulare finden Sie rechts im Downloadbereich.

Die Anmeldeunterlagen senden Sie bitte schriftlich an:
Mittelhessen Netz GmbH
Lahnstraße 31
35398 Gießen

Technische Voraussetzungen

Um in das Verteilnetz einspeisen zu können, müssen die technischen Voraussetzungen für eine Netzeinspeisung vorliegen. Die Ausführung des Netzanschlusses und die übrigen für die Sicherheit des Verteilnetzes notwendigen Einrichtungen müssen den im Einzelfall notwendigen technischen Anforderungen der Mittelhessen Netz GmbH und des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechen.

Folgende Vorschriften sind zu beachten:

  • VDE Vorschriften
  • VDEW-Richtlinien für Eigenerzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz
  • VDE-AR-N 4105, Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz
  • Netzanschlussverordnung (NAV)
  • Technische Ausführungsvorschriften
  • TAB 2007

Eine Aufstellung der Richtlinien für den Anschluss an das Verteilnetz finden Sie hier: 
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

Meldung von Photovoltaikanalgen an die Bundesnetzagentur (BNetzA)

Der Bundesnetzagentur sind PV-Anlagen zu melden, für die eine Vergütung nach § 32 EEG (für sogenannte Freiflächenanlagen) oder § 33 EEG (für Anlagen in, an oder auf Gebäuden) gezahlt werden soll oder deren Strom nach § 33b Nr. 1 oder 2 EEG direkt vermarktet werden soll.

Am Tag der Inbetriebnahme, die im Beisein der Mittelhessen Netz GmbH erfolgt, bitten wir Sie darum, Ihre PV-Anlage online bei der Bundesnetzagentur zu registrieren und uns eine Kopie des Bestätigungsschreibens zur Verfügung zu stellen. Einen direkten Link zum PV-Meldeportal des Bundesnetzagentur finden Sie rechts im Bereich weiterführende Links.

Ansprechpartner Anmeldung

Tel: 0641 708-1619
Fax: 0641 708-3350
E-Mail: einspeisung@mit-n.de

Mittelhessen Netz GmbH
Lahnstraße 31
35398 Gießen



weiterführende Links

KWK-G Förderung

Die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung wird gesetzlich gefördert. Anlagen, die nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) in das öffentliche Netz einspeisen, erhalten eine aus drei Komponenten bestehende Vergütung.


1. Zuschlag nach dem KWK-G

Die Höhe des Zuschlags und die Dauer der Zahlung wird in §7 KWKG geregelt.


2. Entgelt für vermiedene Netznutzung

Das Entgelt für vermiedene Netznutzung ist in § 4 (3) Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz in Verbindung mit §18 der Stromnetzentgeltverordnung geregelt.

Entgelt für vermiedene Netznutzung in €:
201520162017
Niederspannung0,0021 €0,0023 €0,0028 €
Umspannung MS/NS0,0048 €0,0053 €0,0064 €
Mittelspannung0,0068 €0,0075 €0,0091 €

Der Einspeiser kann das Vergütungsverfahren für die Vermeidungsleistung vor Beginn des Abrechnungsjahres wählen. Liegt MIT.N am 1. Januar eines Abrechnungsjahres keine Mitteilung vor, so wird automatisch das Verfahren auf Basis der tatsächlichen Vermeidungsleistung (Spitzenlastanteilsverfahren) angewendet.


3. Üblicher Preis nach EEX für Anlagen bis 2 MW

Für Einspeiser mit registrierender ¼-h-Lastgangmessung gilt, dass sowohl die Vermeidungsleistung als auch die Vermeidungsarbeit zu berücksichtigen ist. Die tatsächliche Vermeidungsleistung kann erst nach Abschluss eines Kalenderjahres ermittelt werden.

Für Einspeiser ohne registrierende ¼-h-Lastgangmessung gilt, dass nur die Vermeidungsarbeit berücksichtigt wird.

Als üblicher Preis für KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu zwei Megawatt gilt der durchschnittliche Preis für Grundlaststrom an der Strombörse EEX in Leipzig im jeweils vorangegangenen Quartal.

Die EEX-Strombörse in Leipzig hat auf Ihrer Internetseite im Bereich Marktdaten / Strom / Spotmarkt / KWK-Index, eine Tabelle mit den aktuellen Preisen zum Download bereit gestellt. 

Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG)

Das Referenzpreisblatt der Mittelhessen Netz GmbH zur Ermittlung der vermiedenen Netzentgelte ab 2018 nach § 18 Abs. 2 StromNEV gemäß dem NEMoG finden Sie rechts im Downloadbereich.

Ansprechpartner KWK-G Förderung

Tel: 0641 708-1619
Fax: 0641 708-3350
E-Mail: einspeisung@mit-n.de

Mittelhessen Netz GmbH
Lahnstraße 31
35398 Gießen



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Einspeisemanagement

Gemäß § 6 Abs. 1 EEG 2012 müssen Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen ihre Anlagen, die eine installierte Leistung von mehr als 100 Kilowatt haben, mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit

  1. die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und
  2. die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

Eine Unterscheidung trifft die Bestimmung des § 6 EEG 2012 bei Photovoltaikanlagen (PV-Anlage) in Hinblick auf die installierte Leistung der Anlage. Weist die PV-Anlage eine installierte Leistung von mehr als 100 kW auf, sind die Vorgaben des § 6 Abs. 1 EEG 2012 maßgeblich, liegt die installierte Leistung unter 100 kW, richten sich die Anforderungen nach § 6 Abs. 2 EEG 2012.



EEG- und KWKG-Anlagen mit einer installierten Leistung > 100 kW

Gemäß § 6 Abs. 1 EEG 2012 müssen Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen ihre Anlagen, die eine installierten Leistung von mehr als 100 kW haben, mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit

  1. die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und
  2. die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann

Diese Vorgaben gelten für alle Photovoltaikanlagen, die ab dem 01. Januar 2012 in Betrieb genommen werden.

Betreiber von Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW, die vor dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen worden sind, müssen gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012 die technischen Vorgaben nach § 6 Abs. 1 EEG 2012 ab dem 1. Juli 2012 einhalten.


Photovoltaikanlagen >30 kW

Gemäß § 6 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2012 müssen Betreiber von PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW die Pflicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012 erfüllen, ihre Anlagen also mit einer technischen Einrichtung ausstatten, mit der der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann. Die Übermittlung der Ist-Einspeisung wird nicht verlangt.

Diese Vorgaben gelten für alle PV-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen werden. Für Betreiber von PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW, die vor dem 1. Januar 2012 und nach dem 31. Dezember 2008 in Betrieb genommen worden sind, gelten die technischen Vorgaben nach § 6 Abs. 2 Nr. 1. EEG 2012 gemäß § 66 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2012 ab dem 1. Januar 2014.

Für Betreiber von PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 30 kW und höchstens 100 kW, die vor dem 1. Januar 2009 in Betrieb genommen worden sind, gelten die technischen Vorgaben nach § 6 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2012 nicht.


Photovoltaikanlagen < 30 kW

Betreiber von PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 30 kW haben gemäß § 6 Abs. 2 Nr. 2 EEG 2012

  1. die Pflicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012, ihre Anlagen mit einer technischen Einrichtung ausstatten, mit der der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann, oder
  2. am Verknüpfungspunkt ihrer Anlage mit dem Netz die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen (Nachweis durch Anlagenerrichter).

Die Übermittlung der Ist-Einspeisung wird nicht verlangt.

Diese Vorgaben gelten nur für PV-Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen werden. Auf Bestandsanlagen findet diese Vorschrift keine Anwendung.

Negative Börsenpreise

Wenn ein hohes Strom-Angebot auf eine schwache Strom-Nachfrage trifft, können die Preise für Strom an der Börse auch auf Null fallen oder negativ werden. Das EEG  und auch das KWKG sehen für diesen Fall spezielle Regelungen in Bezug auf die Förderung und Vergütung vor.


Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Gemäß § 24 EEG beziehungsweise § 55 EEG 2017 verringert sich der Vergütungsanspruch (anzulegender Wert) auf Null, wenn in mindestens sechs aufeinanderfolgenden Stunden der Wert des Börsenpreises am Spotmarkt der Strombörse EPEX Spot SE in Paris negativ ist. Für den während dieser Zeit produzierten Strom besteht kein Vergütungsanspruch.

Betroffen sind grundsätzlich alle Windenergieanlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2016 und einer installierten Leistung > 3.000 kW sowie alle weiteren durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderten Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2016 und einer installierten Leistung > 500 kW.

Die Korrektur der Vergütung während der Zeiträume mit negativen Börsenpreisen wird anhand der gemessenen Lastgangdaten vorgenommen.


Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)

Gemäß § 7 Absatz 8 KWKG 2016 besteht kein Anspruch auf die Zahlung von KWK-Zuschlägen für Zeiträume, in denen der Wert der Stundenkontrakte für die Preiszone Deutschland / Österreich am Spotmarkt der Strombörse EPEX Spot SE in Paris Null oder negativ ist. Der in diesen Zeiträumen erzeugte Strom wird jedoch nicht auf die Dauer der Zuschlagszahlung angerechnet, sodass Ihnen dadurch keine Förderung verloren geht.

Betroffen sind grundsätzlich alle KWK-Anlagen im Geltungsbereich des KWKG 2016 mit einer Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2016, sofern sie die Übergangsregelung nach § 35 KWKG 2016 nicht in Anspruch nehmen.

Ebenfalls nicht betroffen sind KWK-Anlagen mit einer elektrischen KWK-Leistung von bis zu 2 Kilowatt, für die der KWK-Zuschlag als pauschale Einmalzahlung gezahlt wurde (§ 9 Absatz 1 KWKG 2016).

Auf der gemeinsamen Internetseite der Übertragungsnetzbetreiber www.netztransparenz.de werden die Zeiträume mit negativen Preisen veröffentlicht.

Systemstabilitätsverordnung

SysStabV II (49,5 Hz Nachrüstung)

Am 14. März 2015 ist die geänderte Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) in Kraft getreten. Diese regelt die Nachrüstung von Windenergieanlagen, Biomasse- und Biogasanlagen, KWK-Anlagen und Wasserkraftanlagen. Mit der geänderten SysStabV sollen sich die Anlagen nicht mehr zeitgleich bei einer Frequenz von 49,5 Hertz (Hz) vom Netz trennen, sondern in einem gestuften Prozess.


Warum ist die Nachrüstung erforderlich

In Europa beträgt die Frequenz im Netz im Normalzustand 50 Hertz (Hz). Um die Systemsicherheit zu gewährleisten, muss unter anderem die Netzfrequenz auf 50 Hz gehalten werden. Leichte Schwankungen nach oben und unten sind üblich und werden von den Betreibern der Stromnetze beherrscht. Zu Problemen kann es jedoch kommen, wenn die Frequenz sehr stark von der Normalfrequenz 50 Hz abweicht.

Sollte die Frequenz zum Beispiel auf 49,5 Hz sinken, schalten sich sehr viele Erzeugungsanlagen zeitgleich ab (sogenanntes 49,5-Hz-Problem), dadurch könnte es zu einem großräumigen Ausfall des Stromnetzes kommen, einem so genannten Blackout. Von dem 49,5-Hz-Problem sind Windenergie-, Biomasse-, Kraft-Wärme-Kopplungs- und Wasserkraftanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt circa 27 Gigawatt (GW) betroffen. Da bereits eine gleichzeitige Abschaltung von Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als drei GW das europäische Energiesystem gefährden kann, müssen rund 21.000 Anlagen nachgerüstet werden.

Hierfür wurde am 6. Februar 2015 die Änderung der Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) beschlossen. Die Verordnung ist erstmalig am 26. Juli 2012 in Kraft getreten und hatte zunächst nur die Nachrüstung von Photovoltaikanlagen zur Folge, die sich in der Vergangenheit bei einer Netzfrequenz von 50,2 Hz gleichzeitig vom Netz trennten (sogenanntes 50,2-Hz-Problem). Durch die Änderung der SysStabV müssen nun auch die anderen Erzeugungsanlagen nachgerüstet werden.


Welche Anlagen müssen nachgerüstet werden?

Von der geänderten SysStabV sind ausschließlich Windenergie-, Biomasse-, Kraft-Wärme-Kopplungs- und Wasserkraftanlagen betroffen. Ob eine Anlage nachgerüstet werden muss, hängt von ihrer Größe, dem Inbetriebnahmedatum und der Spannungsebene, an die die Anlage angeschlossen ist, ab. Im Detail sind von der Änderung der SysStabV folgende Anlagen betroffen:

  • Windenergieanlagen mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 450 Kilowatt (kW),
  • feste Biomasse-Anlagen mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 100 kW sowie gasförmige und flüssige Biomasse-Anlagen, einschließlich Biomethan, mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 100 kW, die nach dem 31. Dezember 1999 in Betrieb genommen wurden sowie
  • Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit einer installierten maximalen elektrischen Leistung von mehr als 5.000 kW sowie Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit einer installierten maximalen elektrischen Leistung von mehr als 100 kW bis einschließlich 5.000 kW, die nach dem 31. Dezember 1999 in Betrieb genommen wurden,
  • Wasserkraftanlagen mit einer installierten maximalen Leistung von mehr als 100 kW.

Diese aufgeführten Anlagen müssen nachgerüstet werden, wenn sie:

  • im Höchst- oder Hochspannungsnetz vor dem 1. September 2004 in Betrieb genommen wurden,
  • im Mittelspannungsnetz vor dem 1. Januar 2009 in Betrieb genommen wurden, und
  • im Niederspannungsnetz vor dem 1. Juli 2012 in Betrieb genommen wurden.


Welche Fristen gelten für die Nachrüstung der Anlagen?

Die geänderte Systemstabilitätsverordnung verpflichtet die Betreiber, die Frequenzschutzeinstellungen ihrer Anlagen innerhalb von zwölf Monaten nach Eingang der Nachrüstaufforderung entsprechend den Vorgaben der Übertragungsnetzbetreiber nachzurüsten und dies dem Netzbetreiber zu bestätigen. Eine Zugangsbestätigung der Nachrüstaufforderung ist innerhalb von 6 Wochen beim Netzbetreiber einzureichen. Da alle betroffenen Anlagen größer als 100 kW sind und unterschiedliche Technologien umfassen, soll die Nachrüstung von den Anlagenbetreibern organisiert werden. Die Frist zur Umrüstung kann nach einem entsprechenden Antrag durch den Anlagenbetreiber innerhalb der ersten 9 Monate nach Eingang der Nachrüstaufforderung um sechs Monate, also auf insgesamt 18 Monate verlängert werden.


Wer trägt die Kosten für die Nachrüstung?

Die Kosten der Nachrüstung werden zwischen den einzelnen Anlagentypen und Anlagengrößen variieren. Nach der SysStabV tragen die Anlagenbetreiber diese Kosten bis zu einer Höhe von 7,50 Euro pro Kilowatt installierter Leistung selbst. Wenn die Kosten diesen Betrag übersteigen sollten, werden 75 Prozent der darüber hinausgehenden Kosten zunächst von den Verteilnetzbetreibern erstattet und anschließend über die Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber umgelegt. 

SysStabV I (50,2 Hz Nachrüstung)

Photovoltaikanlagen mussten aufgrund der am 26. Juli 2012 in Kraft getretenen Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) nachgerüstet werden. Die von der Umrüstung betroffenen Anlagen wurden nach den Regelungen der SysStabV nach Anschlussebene, Leistung, Inbetriebnahme und Nachrüstungspflicht definiert.

Sofern eine oder mehrere Anlagen von der Umrüstung betroffen waren, erhielten die Anlagenbetreiber eine schriftliche Mitteilung von der Mittelhessen Netz GmbH. Die Nachrüstung durch einen durch den Netzbetreiber zu beauftragenden Elektrofachbetrieb waren für die Anlagenbetreiber kostenneutral, eine gesetzliche Mitwirkung verpflichtend.

Direktvermarktung

Wenn Sie eine oder mehrere Anlagen zur Direktvermarktung nach § 33a-i EEG 2012 an- bzw. abmelden wollen, ist dazu gemäß dem Beschluss BK6-12-163 der BNetzA seit dem 01.10.2013 das elektronische Verfahren „Marktprozesse Einspeisestellen Strom“ zu verwenden.

Sofern Sie die erhöhte Managementprämie (Fernsteuerbarkeit) in Anspruch nehmen wollen, bitten wir Sie, dies mittels des Formulares "Erklärung nach §3 Managementprämienverordnung" an uns zu übermitteln.